Glossar · Produktion

Normalisierung

Normalisierung hebt oder senkt eine ganze Datei so, dass ihr lautester Punkt oder ihre gemessene Lautheit einen festgelegten Zielwert erreicht.

Erklärung

Bei der Normalisierung wird das gesamte Signal um einen festen Faktor verschoben, ohne die Dynamik zu verändern. Es gibt zwei Arten. Die Spitzennormalisierung bringt den lautesten Punkt auf einen Wert wie minus 1 dBFS; sie sagt nichts darüber aus, wie laut die Datei empfunden wird, weil ein einzelner Knall den Rest leise hält. Die Lautheitsnormalisierung misst dagegen die gefühlte Lautstärke in LUFS und bringt sie auf einen Zielwert, etwa minus 16 LUFS.

Für Podcasts ist die zweite Variante die relevante. Streaming-Plattformen normalisieren beim Abspielen selbst auf ihre eigenen Werte, weshalb übertriebene Lautheit beim Mastering keinen Vorteil bringt. Normalisierung ersetzt weder Kompressor noch Limiter: Sie gleicht die Datei insgesamt an, nicht die Schwankungen innerhalb der Folge. Sinnvoll ist sie auch, um mehrere Sprecherspuren vor dem Mischen auf ein gemeinsames Niveau zu bringen.

Beispiel aus der Praxis

Zwei Spuren eines Interviews sind unterschiedlich laut aufgenommen. Beide werden vor dem Mischen auf dieselbe Lautheit normalisiert, danach klingen die Stimmen gleichwertig und der Kompressor muss weniger arbeiten.

Tipp

Normalisieren Sie nach Lautheit, nicht nach Spitze. Ein Wert um minus 16 LUFS mit Limiter bei minus 1 dBTP ist für Sprache ein sicherer Standard.

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