Erklärung
Anders als der Spitzenpegel, der nur den lautesten Moment zeigt, beschreibt die Lautheit, wie laut ein Stück insgesamt wirkt. Die Einheit LUFS, Loudness Units relative to Full Scale, berücksichtigt dabei die Empfindlichkeit des Gehörs für verschiedene Frequenzen. Gemessen wird über die gesamte Folge als integrierte Lautheit, ergänzt um Kurzzeitwerte.
Für Podcasts hat sich ein Zielwert von etwa minus 16 LUFS für Stereo und minus 19 LUFS für Mono etabliert; Streaming-Dienste für Musik arbeiten mit minus 14 LUFS. Ziel ist, dass alle Folgen und alle Podcasts gleich laut sind und Hörer nicht nachregeln müssen. Plattformen normalisieren beim Abspielen teilweise selbst, aber eine sauber gemasterte Datei klingt in jeder App konsistent. Die Lautheit wird beim Mastering mit Kompressor, Verstärkung und Limiter hergestellt, wobei zugleich die True-Peak-Grenze eingehalten werden muss. Messwerkzeuge gibt es in jedem Schnittprogramm.
Beispiel aus der Praxis
Eine Folge misst nach dem Schnitt minus 22 LUFS und wirkt in der App leiser als andere Podcasts. Nach dem Mastering auf minus 16 LUFS mit Limiter bei minus 1 dBTP liegt sie im üblichen Bereich.
Tipp
Messen Sie die integrierte Lautheit über die ganze Folge, nicht nur über ein Stück, und exportieren Sie jede Folge mit demselben Zielwert.
Verwandte Begriffe
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