Erklärung
Der Limiter setzt eine Obergrenze: Alles, was darüber hinaus will, wird sofort und vollständig abgefangen. Im Unterschied zum Kompressor, der Dynamik behutsam formt, greift der Limiter nur bei den Spitzen ein und ist im Idealfall unhörbar. Er sitzt als letztes Glied in der Kette vor dem Export und stellt sicher, dass das Master die geforderte True-Peak-Grenze einhält, für Podcasts üblicherweise minus 1 dBTP.
Bei der Aufnahme kann ein Limiter im Mischpult oder Rekorder einzelne Ausreißer abfangen, die sonst clippen würden. Das ersetzt aber keinen guten Gain, denn ein dauerhaft arbeitender Limiter klingt gequetscht. Im Mastering wird er zusätzlich genutzt, um die Lautheit auf den Zielwert zu bringen: Der Pegel wird angehoben, der Limiter hält die Spitzen unter der Grenze. Zeigt die Anzeige ständig mehrere Dezibel Reduktion, ist die Kette davor zu laut eingestellt.
Beispiel aus der Praxis
Beim Export einer Folge liegen einzelne Lacher noch über der Grenze. Ein True-Peak-Limiter bei minus 1 dBTP fängt sie ab, und die Datei erfüllt die Vorgaben der Podcast-Plattformen, ohne dass der Rest der Folge verändert wird.
Tipp
Setzen Sie den Limiter als letztes Glied auf minus 1 dBTP und achten Sie darauf, dass er nur gelegentlich arbeitet. Er soll Spitzen fangen, nicht die Lautstärke machen.