Erklärung
Bei jeder Abtastung wird der Pegel des Signals als Zahl gespeichert. Die Bit-Tiefe legt fest, wie viele Stufen dafür zur Verfügung stehen. 16 Bit erlauben rund 65.000 Stufen und einen Dynamikumfang von etwa 96 dB, 24 Bit bieten deutlich mehr Reserve mit rund 144 dB. In der Praxis begrenzen Mikrofon und Vorverstärker die nutzbare Dynamik weit vorher.
Für die Aufnahme sind 24 Bit sinnvoll, weil Sie den Gain konservativ einstellen können und trotzdem genug Auflösung für leise Passagen haben. 32 Bit Float, das manche Feldrekorder anbieten, macht Clipping bei der Aufnahme praktisch unmöglich, weil Übersteuerungen nachträglich zurückgerechnet werden können. Für die fertige Podcastdatei spielt die Bit-Tiefe keine Rolle mehr, da MP3 und ähnliche Formate anders arbeiten. Ein 16-Bit-WAV reicht als Master vollkommen aus.
Beispiel aus der Praxis
Ein Feldrekorder mit 32 Bit Float nimmt ein Straßeninterview auf, bei dem der Gast plötzlich laut lacht. Statt zu verzerren lässt sich die Passage im Schnitt einfach leiser ziehen und klingt sauber.
Tipp
Nehmen Sie in 24 Bit auf und pegeln Sie lieber etwas leiser als zu laut. Der Reserve wegen ist das ohne Qualitätsverlust möglich.