Erklärung
Jeder Vorverstärker und jeder Analog-Digital-Wandler hat eine Obergrenze. Wird das Signal lauter, kappt das Gerät die Wellenform an dieser Grenze ab. Im Bild sieht das aus wie abgeschnittene Berge, im Ohr klingt es hart, kratzig und unangenehm. Digital liegt die Grenze bei 0 dBFS; alles darüber ist verloren, weil die Information nie gespeichert wurde.
Deshalb lässt sich Clipping im Schnitt nicht wirklich reparieren, nur kaschieren. Die einzige wirksame Maßnahme ist Vorbeugung: Gain so einstellen, dass auch lautes Lachen unter der Grenze bleibt, und Headroom lassen. Ein Limiter am Eingang eines Mischpults fängt einzelne Spitzen ab. Rekorder mit 32 Bit Float umgehen das Problem an der Wandlung, nicht aber am Vorverstärker. Die Pegelanzeige mit rotem Clip-Indikator sollten Sie während des Soundchecks im Blick behalten.
Beispiel aus der Praxis
Ein Gast lacht laut und die Spitze geht über 0 dBFS. Auf der Aufnahme bleibt an dieser Stelle ein hörbares Knacken. Weil der Rest der Folge gut ausgesteuert war, wird die Stelle im Schnitt einfach gekürzt.
Tipp
Pegeln Sie mit der lautesten Stelle, nicht mit der normalen Sprechlautstärke, und lassen Sie mindestens 6 dB Reserve bis zur Nullmarke.