Erklärung
Feldrekorder sind kompakte, batteriebetriebene Geräte mit XLR-Eingängen, Vorverstärkern, Phantomspeisung und Aufnahme auf Speicherkarte. Viele Modelle haben zusätzlich eingebaute Stereomikrofone. Sie wurden für Reportage, Film und Außenaufnahmen entwickelt, eignen sich aber genauso als Aufnahmegerät im Podcast-Studio ohne Laptop.
Der große Vorteil ist die Unabhängigkeit: keine Treiber, keine abstürzende Software, kein Lüftergeräusch eines Rechners. Sie stecken die Mikrofone ein, pegeln, drücken Aufnahme. Aktuelle Geräte nehmen in 32 Bit Float auf, was Übersteuerung praktisch ausschließt, und speichern jede Quelle auf einer eigenen Spur. Viele lassen sich zusätzlich als Audio-Interface am Computer nutzen. Für Interviews außer Haus, Live-Podcasts vor Publikum und als Sicherung neben der Hauptaufnahme ist ein Feldrekorder ein verlässliches Werkzeug.
Beispiel aus der Praxis
Eine Hochschule nimmt Gespräche mit Studierenden an verschiedenen Orten auf dem Campus auf. Zwei Lavaliermikrofone am Feldrekorder, Windschutz drauf, und die Aufnahme läuft ohne Laptop und Stromanschluss.
Tipp
Nutzen Sie den Feldrekorder als Backup neben der Hauptaufnahme. Ein zweiter Mitschnitt kostet nichts und rettet die Folge, wenn der Rechner abstürzt.
Verwandte Begriffe
Passende Seite: Interview- und Sprachaufnahme