Glossar · Technik Audio

Sample-Rate

Die Sample-Rate gibt an, wie oft pro Sekunde ein Audiosignal digital abgetastet wird; für Podcasts sind 44,1 oder 48 kHz üblich.

Erklärung

Ein analoges Audiosignal wird bei der Digitalisierung in regelmäßigen Abständen gemessen. Die Sample-Rate, auf Deutsch Abtastrate, gibt an, wie viele dieser Messungen pro Sekunde erfolgen. 44,1 kHz ist der Wert der Audio-CD, 48 kHz der Standard bei Video und Rundfunk. Höhere Werte wie 96 kHz kommen in der Musikproduktion vor, bringen für Sprache aber keinen hörbaren Vorteil.

Wichtig ist weniger die Höhe als die Konsistenz: Alle Geräte und Programme einer Produktion sollten mit derselben Rate arbeiten. Läuft das Interface auf 48 kHz und das Aufnahmeprogramm auf 44,1 kHz, entstehen Knackser, Aussetzer oder ein Versatz zwischen Bild und Ton. Für Video-Podcasts empfiehlt sich 48 kHz, weil Kameras und Schnittprogramme damit rechnen. Reine Audio-Podcasts sind mit beiden Werten gut bedient; die Hosting-Plattform rechnet die Datei ohnehin in MP3 um.

Beispiel aus der Praxis

Ein Team schneidet einen Video-Podcast und wundert sich, dass der Ton nach zwanzig Minuten dem Bild vorausläuft. Die Audiodatei wurde mit 44,1 kHz aufgenommen, das Videoprojekt läuft mit 48 kHz. Nach dem Umrechnen der Audiodatei passt alles.

Tipp

Legen Sie 48 kHz als festen Standard für alle Geräte fest, besonders wenn Video im Spiel ist, und prüfen Sie die Einstellung vor jeder Aufnahme.

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