Erklärung
Bei komprimierten Formaten wie MP3, AAC oder H.264 bestimmt die Bitrate, wie viel Information pro Sekunde übrig bleibt. Eine höhere Bitrate bedeutet bessere Qualität und größere Dateien, eine niedrigere Bitrate spart Platz und Bandbreite auf Kosten der Details. Angegeben wird sie in Kilobit pro Sekunde für Audio und meist in Megabit pro Sekunde für Video.
Bei Audio-Podcasts sind 96 bis 128 kbit/s üblich, bei Livestreams in Full HD rechnet man je nach Plattform mit etwa 4 bis 6 Mbit/s, bei 4K entsprechend mehr. Man unterscheidet konstante Bitrate, die gleichbleibend ist und für Streaming und Kompatibilität besser geeignet ist, und variable Bitrate, die sich der Komplexität des Signals anpasst und bei gleicher Qualität kleinere Dateien liefert. Für die Podcast-Auslieferung ist konstante Bitrate die sichere Wahl, weil einige ältere Player mit variabler Bitrate falsche Laufzeiten anzeigen.
Beispiel aus der Praxis
Für einen Livestream aus dem Studio wird die Bitrate im Encoder auf einen Wert gesetzt, der deutlich unter der verfügbaren Upload-Bandbreite liegt. So bleibt Reserve, wenn die Verbindung kurz schwankt, und das Bild ruckelt nicht.
Tipp
Wählen Sie für Sprache 128 kbit/s in konstanter Bitrate. Das spielt überall stabil ab und die Datei bleibt handlich.