Erklärung
Video besteht aus Einzelbildern, die schnell nacheinander gezeigt werden. Die Bildrate, englisch Frames per Second, bestimmt, wie viele es pro Sekunde sind. In Europa hat sich aus dem Fernsehen 25 fps etabliert, in Nordamerika 30 fps; Kino nutzt 24 fps. 50 oder 60 fps wirken besonders flüssig und werden für Sport, Gaming und Zeitlupe genutzt.
Für Gesprächsformate reichen 25 oder 30 fps völlig; der Unterschied zu höheren Werten ist bei sitzenden Personen kaum sichtbar, die Datenmenge aber doppelt so groß. Wichtiger als der Wert ist die Einheitlichkeit: Alle Kameras und das Schnittprojekt sollten dieselbe Bildrate haben, sonst entstehen Ruckler und Ton-Bild-Versatz. Ein weiterer Punkt ist die Beleuchtung: Bei 25 fps und Kunstlicht mit 50 Hertz Netzfrequenz flimmert nichts, bei 30 fps kann es je nach Leuchtmittel zu Streifen kommen. Studioleuchten mit Gleichstrom sind davon nicht betroffen.
Beispiel aus der Praxis
Ein Team filmt den Podcast mit zwei Kameras, eine auf 25 fps, die andere versehentlich auf 30 fps. Im Multicam-Schnitt läuft eine Spur langsam aus dem Takt. Beide Kameras auf denselben Wert zu stellen erspart die Nacharbeit.
Tipp
Legen Sie sich auf 25 fps fest, stellen Sie alle Kameras darauf ein und wählen Sie in Kameras und Schnittprogramm dieselbe Bildrate.