Glossar · Technik Audio

Headroom

Headroom ist die Pegelreserve zwischen dem üblichen Signalpegel und der Übersteuerungsgrenze, die laute Ausreißer ohne Clipping auffängt.

Erklärung

Headroom, auf Deutsch Aussteuerungsreserve, beschreibt den Abstand zwischen dem durchschnittlichen Pegel Ihrer Aufnahme und dem Punkt, an dem das Signal übersteuert. Digital ist diese Grenze 0 dBFS. Liegt Ihre normale Sprechlautstärke bei minus 18 dBFS, haben Sie 18 dB Headroom für Lachen, Rufen und andere Spitzen.

Der Wert ist eine Versicherung: Sprache schwankt stark, und niemand spricht eine Stunde lang gleichmäßig. Wer den Pegel bei der Aufnahme möglichst hoch treibt, um eine laute Datei zu bekommen, verschenkt diese Reserve und riskiert Clipping. Die Lautheit für den fertigen Podcast wird ohnehin erst beim Mastering hergestellt. Auch beim Mischen ist Headroom sinnvoll: Der Mix sollte vor dem Limiter Reserve haben, damit Kompressor und Limiter sauber arbeiten können statt dauerhaft anzuschlagen.

Beispiel aus der Praxis

Zwei Aufnahmen derselben Sprecherin: einmal mit Sprechpegel um minus 6 dBFS, einmal um minus 18 dBFS. Die erste verzerrt bei jedem Lachen, die zweite bleibt sauber und wird beim Mastering auf dieselbe Ziel-Lautheit gebracht.

Tipp

Nehmen Sie in 24 Bit mit ordentlich Headroom auf. Eine etwas leisere Aufnahme ist kein Problem, eine übersteuerte dagegen nicht mehr zu retten.

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