Erklärung
Timecode ist eine fortlaufende Zeitangabe im Format Stunden:Minuten:Sekunden:Bilder, die jedem Einzelbild und jedem Tonabschnitt zugeordnet wird. Läuft auf allen Kameras und dem Tonrekorder derselbe Timecode, findet das Schnittprogramm die zusammengehörigen Stellen automatisch, ohne dass jemand Wellenformen vergleichen muss.
Professionelle Produktionen nutzen dafür kleine Timecode-Generatoren, die an jedem Gerät hängen und per Funk synchron laufen. Im Podcast-Alltag reicht häufig die Synchronisation über die Tonspur: Alle Kameras nehmen ein Referenzsignal auf, und die Software gleicht die Wellenformen an. Ein Videomischer mit ISO-Aufnahme liefert ohnehin synchrone Dateien. Timecode begegnet Ihnen außerdem in Shownotes und Kapitelmarken, dort als einfache Zeitangabe wie 12:45, und in Untertiteldateien, in denen jeder Textblock einen Start- und Endzeitpunkt trägt.
Beispiel aus der Praxis
Bei einem Außendreh laufen zwei Kameras und ein Feldrekorder ohne gemeinsamen Timecode. Im Schnitt werden die Spuren über das Klatschen zu Beginn der Aufnahme ausgerichtet, was funktioniert, aber Zeit kostet.
Tipp
Wenn kein Timecode-Generator vorhanden ist, klatschen Sie zu Beginn jeder Aufnahme einmal laut vor allen Kameras. Das ist die einfachste Synchronmarke.