Erklärung
ISO steht für isoliert. Bei einer ISO-Aufnahme speichert der Videomischer oder ein Rekorder nicht nur das Ergebnis des Live-Schnitts, sondern parallel jedes Eingangssignal unverändert in voller Länge. Für einen Podcast mit drei Kameras entstehen also vier Videodateien: drei Kameras und das Programm, dazu die Tonspuren.
Der Nutzen liegt in der Nachbearbeitung. Wurde live zu spät umgeschaltet, ein Versprecher muss raus oder eine Kamera war kurz unscharf, dann lässt sich das mit den ISO-Dateien ohne Verlust korrigieren. Manche Geräte erzeugen zusätzlich eine Projektdatei, die alle Spuren synchron in die Schnittsoftware lädt, inklusive der Schnittpunkte des Live-Schnitts. ISO-Aufnahmen sind das Gegenstück zur Mehrspuraufnahme im Audio: Sie sichern Ihnen jede Entscheidung für später. Der Preis ist Speicherplatz, weil jede Kamera die volle Datenmenge belegt.
Beispiel aus der Praxis
Nach einer Aufnahme möchte der Kunde im Podcast Studio Bremen eine Stelle anders schneiden, an der die Regie auf die Totale gewechselt hatte. Mit den ISO-Dateien der drei Kameras ist das im Schnitt in wenigen Minuten erledigt.
Tipp
Bringen Sie eine ausreichend große und schnelle Festplatte mit oder lassen Sie sich die ISO-Dateien per Cloud-Link geben, sie sind deutlich größer als das Programmbild allein.
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