Was Sie vor dem Hochladen brauchen
Bevor es an Hoster und Plattformen geht, sollten fünf Dinge fertig sein. Wer sie vorher sammelt, richtet den Podcast in einer Stunde ein, statt sich an jedem Formular neu zu verhaken:
- Die Audiodatei: als MP3, für Sprache reichen 128 kbit/s. Die Lautheit sollte bei etwa minus 16 LUFS liegen, das ist der Wert, an dem sich die großen Plattformen orientieren. Mehr dazu unter Lautheit.
- Das Cover: quadratisch, 3.000 mal 3.000 Pixel, als JPG oder PNG. Apple Podcasts verlangt mindestens 1.400 Pixel Kantenlänge. Hinweise zur Gestaltung unter Podcast-Cover.
- Name und Beschreibung des Podcasts: Der Name sollte das Thema enthalten, die Beschreibung in zwei bis drei Sätzen sagen, für wen der Podcast ist.
- Eine Kategorie: Die Plattformen arbeiten mit festen Kategorien wie „Wirtschaft“ oder „Bildung“. Wählen Sie die passendste, nicht die beliebteste.
- Eine E-Mail-Adresse: Sie wird im Feed hinterlegt und von den Plattformen zur Verifizierung genutzt.
Schritt 1: Einen Podcast-Hoster wählen
Anders als Videos lädt man Podcasts nicht direkt bei Spotify hoch, sondern bei einem Podcast-Hosting-Anbieter. Dieser speichert Ihre Audiodateien und erzeugt einen sogenannten RSS-Feed, die zentrale Adresse, über die alle Plattformen Ihre Folgen abrufen.
Das Podcast-Hosting kostet je nach Anbieter und Speicherplatz meist einen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Betrag im Monat. Achten Sie bei der Wahl auf drei Dinge: Der Anbieter sollte Statistiken nach gängigem Standard liefern, den Feed bei einem späteren Wechsel freigeben (kein Anbieter sollte Ihre Hörer als Geisel halten) und eine einfache Vorplanung von Folgen erlauben. Wie der RSS-Feed technisch funktioniert, müssen Sie nicht verstehen, der Hoster erzeugt ihn automatisch.
Schritt 2: Die erste Folge und die Metadaten hochladen
Beim Hoster laden Sie die Audiodatei hoch und ergänzen die wichtigen Angaben: Titel, Beschreibung, Cover und Kategorie. Diese Metadaten entscheiden mit über Ihre Auffindbarkeit, mehr dazu unter Podcast SEO und Shownotes schreiben.
Ein paar Regeln, die sich bewährt haben: Der Folgentitel nennt das Thema, nicht die Nummer („Betriebsübergabe im Handwerk: die ersten Schritte“ statt „Folge 3“). Die Beschreibung beginnt mit dem wichtigsten Satz, weil viele Apps nur die ersten Zeilen zeigen. Kapitelmarken und Links zu Gästen gehören in die Shownotes, eine Vorlage dafür liefert die Shownotes-Vorlage. Und markieren Sie die Folge als „explicit“, wenn geflucht wird, sonst kann Apple sie ablehnen.
Schritt 3: Den RSS-Feed bei den Plattformen einreichen
Jetzt melden Sie Ihren RSS-Feed einmalig an:
- Spotify: über Spotify for Podcasters/Creators, Feed eintragen, bestätigen, fertig.
- Apple Podcasts: über Apple Podcasts Connect, mit Apple-ID anmelden und Feed einreichen.
- Weitere: Amazon Music, Deezer und Co. funktionieren ganz ähnlich.
Ist der Feed einmal hinterlegt, erscheinen alle künftigen Folgen automatisch, Sie laden nur noch beim Hoster hoch.
| Plattform | Portal | Was Sie brauchen | Freischaltung |
|---|---|---|---|
| Spotify | Spotify for Creators | Spotify-Konto, Feed-Adresse, Bestätigungscode per E-Mail | Meist innerhalb weniger Stunden |
| Apple Podcasts | Apple Podcasts Connect | Apple-ID, Feed-Adresse, mindestens eine veröffentlichte Folge | Prüfung durch Apple, kann einige Tage dauern |
| Amazon Music | Amazon Music for Podcasters | Amazon-Konto, Feed-Adresse | In der Regel wenige Tage |
| Deezer | Deezer for Creators | Deezer-Konto, Feed-Adresse | In der Regel wenige Tage |
| YouTube | YouTube Studio | Google-Konto, Videodatei oder Feed für Audio | Sofort nach Upload |
Die Adresse des Feeds finden Sie im Dashboard Ihres Hosters. Viele Hoster bieten die Anmeldung bei den großen Plattformen inzwischen direkt aus ihrer Oberfläche an, das spart Kopieren und Einfügen. Prüfen Sie den Feed vor dem Einreichen einmal mit einem Validator, den die meisten Hoster verlinken; fehlende Cover-Angaben oder eine falsche Kategorie sind die häufigsten Ablehnungsgründe.
Schritt 4: YouTube nicht vergessen
Wenn Sie im Studio ohnehin in 4K aufnehmen, gehört das Video auf YouTube. Wie Sie dort starten, lesen Sie unter Video-Podcast aufnehmen in Bremen.
Legen Sie auf YouTube eine Playlist als Podcast an und laden Sie die Videofolgen dort hoch. Für reine Audio-Podcasts kann YouTube den RSS-Feed übernehmen und aus Audio und Cover automatisch ein Video erzeugen. Wer die Videoaufnahme hat, sollte sie aber nutzen: Ein Mehrkamera-Bild mit automatischer Umschaltung auf die sprechende Person, wie es im Video-Podcast-Studio in Bremen entsteht, ist für Zuschauer deutlich attraktiver als ein Standbild mit Cover.
Schritt 5: Veröffentlichung planen
Die meisten Hoster erlauben es, Folgen vorzuplanen. So erscheinen Episoden zuverlässig zum festen Termin, wichtig für den Aufbau treuer Hörer.
Ein fester Wochentag und eine feste Uhrzeit sind wichtiger als der vermeintlich beste Zeitpunkt. Viele Podcasts veröffentlichen früh morgens, damit die Folge beim Pendeln verfügbar ist, das ist eine sinnvolle Standardeinstellung. Rechnen Sie außerdem mit einer Verzögerung von einigen Minuten bis zu wenigen Stunden, bis alle Plattformen den Feed neu abgerufen haben. Wer die Folge um 6 Uhr online haben will, plant sie auf 5 Uhr.
Schritt 6: Nach dem ersten Upload prüfen
- Feed-Adresse in allen Portalen kontrollieren, jede Plattform sollte dieselbe Adresse haben.
- Die Folge in den Apps von Spotify und Apple suchen und einmal anhören: Stimmen Cover, Titel, Lautstärke?
- Die Links zum Podcast auf Website, LinkedIn und in der E-Mail-Signatur eintragen.
- Die Folge selbst abonnieren, damit Sie sehen, wann neue Episoden bei den Hörern ankommen.
Typische Fehler beim Podcast hochladen
Der folgenreichste Fehler ist der Wechsel der Feed-Adresse ohne Weiterleitung, etwa beim Umzug zu einem anderen Hoster. Dann verlieren Sie alle Abonnenten auf einen Schlag. Jeder seriöse Hoster bietet dafür eine Umleitung an, nutzen Sie sie. Der zweite Fehler ist ein zu kleines oder nicht quadratisches Cover, das Apple ablehnt. Der dritte ist die Kategorie „Gesellschaft und Kultur“ für einen Fachpodcast, nur weil sie oben in der Liste steht.
Ebenfalls verbreitet: Die Folge wird als WAV hochgeladen. Das Format ist zwar verlustfrei, aber zehnmal so groß wie ein MP3 und bei manchen Hostern nicht zulässig. Exportieren Sie als MP3 in 128 oder 192 kbit/s. Und laden Sie die Folge nie bei jeder Plattform einzeln hoch: Ein Feed, alle Plattformen, das ist das ganze Prinzip.
Lieber auslagern? Kein Problem
Hosting, Feed, Metadaten, Plattformen, wem das zu technisch ist, der gibt es ab. Für 199 € pro Folge (236,81 € brutto) übernimmt das Studio die komplette Distribution: Ihre Folge landet korrekt eingerichtet auf allen relevanten Plattformen, ohne dass Sie sich mit RSS-Feeds beschäftigen müssen. So bleibt mehr Zeit für das, was zählt, Ihre Inhalte. Einen Termin sichern Sie hier.
Enthalten sind die Einrichtung des Hostings, das Anlegen von Titel, Beschreibung, Cover und Kategorie, die Anmeldung des Feeds bei Spotify und Apple Podcasts sowie der Upload des Videos auf YouTube. In Kombination mit dem Schnitt für 149 € pro Folge (177,31 € brutto) und der Studiostunde für 75 € (89,25 € brutto) geben Sie die Datei nach der Aufnahme aus der Hand und bekommen den Link zur veröffentlichten Folge zurück. Alle Preise verstehen sich zzgl. 19 % MwSt., Details unter Podcast-Distribution.
Häufige Fragen
Wie lade ich meinen Podcast auf Spotify hoch?
Sie laden Ihre Folge nicht direkt bei Spotify hoch, sondern bei einem Podcast-Hoster, der einen RSS-Feed erzeugt. Diesen Feed reichen Sie einmalig bei Spotify for Creators ein, danach erscheinen neue Folgen automatisch.
Was ist ein RSS-Feed beim Podcast?
Der RSS-Feed ist die zentrale Adresse Ihres Podcasts. Plattformen wie Spotify und Apple Podcasts rufen darüber automatisch neue Folgen ab. Er wird von Ihrem Podcast-Hoster erstellt.
Kann ich die Veröffentlichung auslagern?
Ja. Für 199 € pro Folge übernimmt das Podcast Studio Bremen die komplette Distribution inklusive Hosting-Einrichtung und Upload auf alle relevanten Plattformen.
Welches Format und welche Größe braucht das Podcast-Cover?
Ein quadratisches Bild mit 3.000 mal 3.000 Pixeln als JPG oder PNG. Apple Podcasts verlangt mindestens 1.400 Pixel Kantenlänge, 3.000 sind der übliche Standard für alle Plattformen. Der Titel sollte auch in Briefmarkengröße lesbar sein, weil das Cover in den Apps meist sehr klein angezeigt wird. Verzichten Sie auf feine Schrift und viele Details.
Wie lange dauert es, bis der Podcast auf Spotify und Apple erscheint?
Bei Spotify ist der Podcast meist innerhalb weniger Stunden nach dem Einreichen des Feeds sichtbar. Apple prüft neue Podcasts vor der Freischaltung, das kann einige Tage dauern. Neue Folgen erscheinen danach automatisch, sobald die Plattformen den Feed neu abgerufen haben, in der Regel innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden nach der Veröffentlichung beim Hoster.
Was passiert mit meinen Abonnenten, wenn ich den Hoster wechsle?
Nichts, solange Sie die alte Feed-Adresse auf die neue umleiten. Jeder seriöse Hoster bietet dafür eine Weiterleitung an, die Sie vor der Kündigung einrichten. Die Plattformen übernehmen die neue Adresse dann automatisch. Ohne Umleitung verlieren Sie alle Abonnenten und müssen den Podcast bei jeder Plattform neu anmelden. Prüfen Sie diesen Punkt schon bei der Wahl des ersten Hosters.
Was ist in der Distribution für 199 € pro Folge enthalten?
Die Einrichtung des Hostings, das Anlegen von Titel, Beschreibung, Cover und Kategorie, die Anmeldung des RSS-Feeds bei Spotify und Apple Podcasts sowie der Upload des Videos auf YouTube. Der Preis gilt pro Folge und versteht sich zzgl. 19 % MwSt. (236,81 € brutto). In Kombination mit Studiostunde und Schnitt geben Sie die Aufnahme aus der Hand und erhalten den Link zur fertigen Folge.