Erklärung
Wind auf der Mikrofonmembran erzeugt tieffrequentes Rumpeln, das eine Aufnahme unbrauchbar machen kann. Ein Windschutz umschließt den Mikrofonkorb und bricht die Luftbewegung, bevor sie die Membran erreicht. Innen wird es dadurch windstill, während Schall fast ungehindert passiert.
Schaumstoffkappen reichen für den Innenraum und leichte Luftzüge, etwa von der Klimaanlage oder beim Sprechen aus kurzer Distanz. Für Außenaufnahmen mit Feldrekorder oder Lavaliermikrofon kommen Fellüberzüge zum Einsatz, im Jargon oft als Windjammer oder Dead Cat bezeichnet. Sie dämpfen deutlich stärker, nehmen aber etwas Höhen weg. Im Studio erfüllt der Windschutz vor allem die Funktion eines Popschutzes und schützt die Kapsel vor Speichel und Staub. Die Begriffe werden im Alltag deshalb häufig vermischt.
Beispiel aus der Praxis
Ein Reporter nimmt am Weserufer O-Töne für eine Podcastfolge auf. Ohne Fellwindschutz ist das Rauschen des Windes lauter als die Antworten, mit Windschutz bleiben die Stimmen klar.
Tipp
Nehmen Sie draußen immer eine Probe von zehn Sekunden auf und hören Sie sie mit Kopfhörer ab, bevor das eigentliche Gespräch beginnt.