Erklärung
Beim Sprechen von Plosivlauten wie P, B oder T entsteht ein kurzer Luftstoß. Trifft er direkt auf die Mikrofonmembran, hört man ein dumpfes Ploppen, das sich nachträglich nur schwer entfernen lässt. Ein Popschutz bremst diesen Luftstrom ab, ohne den Klang der Stimme nennenswert zu verändern.
Es gibt drei Bauformen: den klassischen Ring mit Nylongewebe am Schwanenhals, Metallgitter mit abgewinkelten Lamellen und Schaumstoffkappen, die direkt über den Mikrofonkorb gezogen werden. Viele Podcast-Mikrofone wie das SM7B oder das PodMic haben bereits einen Schaumstoffschutz oder einen internen Filter, so dass ein zusätzlicher Ring nur bei sehr naher Besprechung nötig ist. Bei Kondensatormikrofonen ist ein externer Popschutz dagegen fast immer sinnvoll, weil deren Membran empfindlicher reagiert.
Beispiel aus der Praxis
Eine Sprecherin nimmt mit einem Kondensatormikrofon auf und hört bei jedem Wort mit P einen Schlag. Ein Nylon-Popschutz im Abstand von etwa fünf Zentimetern vor der Kapsel löst das Problem vollständig.
Tipp
Wenn kein Popschutz zur Hand ist, sprechen Sie leicht an der Kapsel vorbei statt frontal hinein. Der Luftstoß geht dann seitlich am Mikrofon vorbei.