Erklärung
Neben dem Luftschall, der die Stimme trägt, gibt es Körperschall: Vibrationen, die über feste Materialien wandern. Schritte auf dem Boden, ein rollender Stuhl, der Fuß, der gegen das Tischbein stößt, das Abstellen eines Glases: All das läuft über Boden, Tisch und Stativ direkt in die Mikrofonkapsel und erscheint als dumpfes Poltern, das meist unter 100 Hertz liegt.
Gegen Trittschall helfen mechanische Entkopplung und Filter. Mechanisch wirken Spinnen, Mikrofonarme mit Dämpfung, Gummifüße unter Stativen und ein Teppich unter den Sprechplätzen. Elektrisch hilft der Tiefenfilter, den viele Mikrofone und Interfaces bieten, oft als Low Cut oder High Pass bezeichnet; er schneidet Frequenzen unterhalb der Stimme ab. Im Schnitt kann ein Equalizer Reste entfernen. Am wirksamsten ist Vorbeugung: ruhig sitzen, nicht am Tisch trommeln, den Laptop auf eine Unterlage stellen.
Beispiel aus der Praxis
In einer Aufnahme ist alle paar Minuten ein dumpfer Schlag zu hören. Der Gast wippt mit dem Fuß gegen das Tischbein. Ein Hinweis vor der Aufnahme und ein Low-Cut-Filter am Interface lösen das Problem.
Tipp
Aktivieren Sie den Low Cut am Interface oder Mikrofon bei etwa 80 Hertz. Die Stimme verliert dadurch nichts, das Poltern verschwindet weitgehend.