Glossar · Technik Video

Videomischer

Ein Videomischer schaltet live zwischen mehreren Kamerasignalen um, blendet Grafiken ein und gibt ein fertiges Programmbild für Aufnahme oder Stream aus.

Erklärung

Ein Videomischer, englisch Switcher, ist die Regie einer Mehrkameraproduktion. Alle Kameras und Zuspieler, etwa ein Laptop mit Präsentation, gehen an seine Eingänge. Per Taste oder Software wird bestimmt, welches Signal auf dem Programmausgang liegt. Harte Schnitte, Überblendungen, Bild-im-Bild, Bauchbinden und Logos werden im Gerät erzeugt.

Der Programmausgang kann gleichzeitig aufgezeichnet, an einen Beamer gegeben und als Livestream ins Netz geschickt werden. Moderne kompakte Mischer haben Encoder, Streaming-Funktion und Audiomischer eingebaut. Manche zeichnen zusätzlich jede Kamera einzeln auf, was den Live-Schnitt nachträglich korrigierbar macht. Für Podcasts ohne Live-Anteil ist ein Mischer bequem, aber kein Muss; der Kamerawechsel kann auch im Schnitt entstehen. Sobald live gestreamt wird oder ein fertiges Video direkt nach der Aufnahme vorliegen soll, ist der Mischer das zentrale Gerät.

Beispiel aus der Praxis

Bei einem Hybrid-Event schaltet der Videomischer zwischen der Kamera auf die Bühne, der Präsentation vom Laptop und einer Totale auf das Publikum um. Das Programmbild geht gleichzeitig zum Livestream und auf die Leinwand im Saal.

Tipp

Beschriften Sie die Eingänge des Mischers mit dem Namen der Person oder Quelle. Bei schnellen Wechseln greift man dann ohne Nachdenken zur richtigen Taste.

Verwandte Begriffe

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