Erklärung
Beim Livestream wird das Programmbild einer Aufnahme nicht gespeichert und später veröffentlicht, sondern sofort gesendet. Die Kette ist immer dieselbe: Kameras und Mikrofone gehen in einen Videomischer, dessen Ausgang wird vom Encoder komprimiert und per RTMP an die Plattform geschickt. Zuschauer sehen das Bild mit wenigen Sekunden Verzögerung und können über den Chat reagieren.
Für Podcasts eröffnet das Format Interaktion: Fragen aus dem Publikum, Abstimmungen und Gäste, die zugeschaltet werden. Gleichzeitig steigt der Anspruch, weil sich nichts korrigieren lässt. Ein Livestream braucht deshalb einen Ablaufplan, einen Soundcheck, eine stabile Verbindung per Kabel und idealerweise eine Person, die Regie und Chat im Blick hat. Die Aufzeichnung des Streams lässt sich anschließend schneiden und als reguläre Folge veröffentlichen, so dass eine Aufnahme zwei Verwertungen hat.
Beispiel aus der Praxis
Das Podcast Studio Bremen ist auf Livestreams auf YouTube und Social Media eingerichtet: drei Kameras, Mischer, Encoder und Licht sind angeschlossen. Wer während des Streams die Regie abgeben möchte, bucht den technischen Support für 75 € pro Stunde zzgl. MwSt. dazu.
Tipp
Beginnen Sie den Stream zwei Minuten vor der angekündigten Zeit mit einer Wartegrafik. Zuschauer sehen dann sofort, dass alles läuft, und Sie haben Puffer für letzte Checks.
Verwandte Begriffe
Passende Seite: Livestream-Studio