Glossar · Produktion

Equalizer (EQ)

Ein Equalizer hebt einzelne Frequenzbereiche an oder senkt sie ab, um Stimmen klarer zu machen, Dröhnen zu entfernen und Mikrofone aneinander anzugleichen.

Erklärung

Der Equalizer, kurz EQ, ist das Werkzeug für die Klangfarbe. Er teilt das Signal in Frequenzbereiche auf, die sich einzeln lauter oder leiser machen lassen. Für Sprache sind einige Eingriffe Standard: Ein Tiefenfilter unterhalb von etwa 80 Hertz entfernt Trittschall und Rumpeln. Eine leichte Absenkung im Bereich um 200 bis 400 Hertz nimmt Dumpfheit und Nähe-Dröhnen. Eine sanfte Anhebung in den oberen Mitten verbessert die Verständlichkeit.

Der EQ ist auch das Mittel, um zwei unterschiedliche Mikrofone oder Räume aneinander anzugleichen, damit sich ein Gespräch aus einem Guss anhört. Wichtig ist Zurückhaltung: Wenige Dezibel reichen, große Eingriffe klingen künstlich. Schmalbandige Absenkungen helfen bei Störtönen wie Netzbrummen oder einer Raumresonanz. In der Kette sitzt der EQ typischerweise nach der Rauschentfernung und vor dem Kompressor, damit dieser nicht auf Störanteile reagiert.

Beispiel aus der Praxis

Eine Aufnahme klingt dumpf, weil die Sprecherin sehr nah am Mikrofon saß. Ein Tiefenfilter bei 80 Hertz und eine Absenkung von drei Dezibel um 250 Hertz machen die Stimme klar, ohne sie dünn wirken zu lassen.

Tipp

Suchen Sie störende Bereiche, indem Sie ein schmales Band stark anheben und durch die Frequenzen fahren. Wo es unangenehm dröhnt, senken Sie anschließend leicht ab.

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