Erklärung
Jeder Raum prägt eine Aufnahme mit. Harte Flächen wie Fenster, Wände und Tische werfen den Schall zurück, so dass das Mikrofon neben der direkten Stimme viele kurze Reflexionen einfängt. Das hört man als Hall, als hohle Färbung oder als das typische Konferenzraum-Gefühl. Weiche Flächen wie Teppich, Vorhänge, Regale und spezielle Absorber schlucken diese Reflexionen.
Für Sprache ist ein eher trockener Raum ideal: kurze Nachhallzeit, keine flatternden Echos zwischen parallelen Wänden, keine dröhnenden Tiefen in den Ecken. Kleine Maßnahmen wirken bereits: Absorber hinter und neben den Sprechplätzen, ein Teppich, Bücherregale als Diffusoren, gerichtete Mikrofone nah am Mund. Ein Raum muss dafür nicht schalltot sein; leichte Räumlichkeit klingt natürlich. Was im Raum an Hall aufgenommen wurde, lässt sich im Schnitt nur begrenzt entfernen. Deshalb lohnt sich der Aufwand vor der Aufnahme.
Beispiel aus der Praxis
Ein Unternehmen nimmt den Firmenpodcast im Besprechungsraum mit Glasfront auf. Die Stimmen klingen hallig und fern. Nach dem Umzug in ein akustisch behandeltes Studio ist der Unterschied sofort hörbar, obwohl dieselben Mikrofone genutzt werden.
Tipp
Klatschen Sie einmal laut in die Hände. Hören Sie ein Flattern oder langes Nachklingen, braucht der Raum Absorber, bevor Sie an neue Mikrofone denken.
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