Erklärung
Absorber wandeln Schallenergie in Wärme um, indem sie die Luftbewegung in ihren Poren abbremsen. Typische Materialien sind Akustikschaum, Mineralwolle oder Polyestervlies, verpackt in Paneele, Stoffrahmen oder Deckensegel. Je dicker ein Absorber, desto tiefere Frequenzen kann er wirksam dämpfen. Dünne Schaumstoffmatten wirken nur auf hohe Frequenzen, was den Raum dumpf, aber nicht weniger dröhnend macht.
Im Podcast-Studio werden Absorber an den ersten Reflexionspunkten platziert: an den Wänden seitlich und hinter den Sprechplätzen, an der Decke über dem Tisch und in den Raumecken als Bassfallen. Ziel ist nicht der schalltote Raum, sondern eine kurze, gleichmäßige Nachhallzeit. In Kombination mit Diffusoren bleibt der Raum lebendig, ohne zu hallen. Auch Möbel wirken: Ein Sofa, ein voller Bücherschrank und ein Teppich sind bereits Absorber.
Beispiel aus der Praxis
Ein Coach hängt sechs dünne Schaumstoffplatten an die Wand und hört kaum Verbesserung. Zwei dicke Breitbandabsorber hinter den Sprechplätzen und ein Teppich bringen dagegen einen deutlich trockeneren Klang.
Tipp
Setzen Sie auf wenige dicke Absorber an den richtigen Stellen statt auf viele dünne. Dicke ab etwa zehn Zentimetern wirkt auch in den Mitten.