Erklärung
Die Nachhallzeit, oft als RT60 bezeichnet, misst, wie lange es dauert, bis ein Geräusch im Raum um 60 Dezibel leiser geworden ist. In einer Kirche sind das mehrere Sekunden, in einem Wohnzimmer etwa eine halbe Sekunde, in einem Sprachstudio deutlich weniger. Je länger die Nachhallzeit, desto stärker verschmieren Silben ineinander und desto schlechter ist die Sprachverständlichkeit.
Für Podcast-Aufnahmen gilt ein kurzer, gleichmäßiger Nachhall über alle Frequenzen als Ziel. Häufig liegt das Problem nicht in der mittleren Nachhallzeit, sondern in einzelnen Frequenzbereichen: Tiefe Töne klingen in kleinen Räumen oft viel länger nach als hohe, was dröhnend wirkt. Absorber verkürzen die Nachhallzeit, dicke Absorber auch in den Tiefen. Messen lässt sie sich mit Apps und einem Klatschen oder Knall, für eine grobe Einschätzung reicht das Ohr.
Beispiel aus der Praxis
Zwei Gründerinnen nehmen im leeren Büro auf, in dem noch keine Möbel stehen. Jedes Wort hallt nach. Mit Teppich, Vorhängen und zwei Absorbern hinter den Sprechplätzen sinkt die Nachhallzeit hörbar.
Tipp
Sprechen Sie einen Satz und hören Sie, wie schnell der Raum still wird. Klingt es nach, verkürzen Sie die Nachhallzeit, bevor Sie in Mikrofone investieren.