Erklärung
Native Werbung fügt sich in das Umfeld ein, statt als Fremdkörper zu unterbrechen. Im Podcast sind das Host-Read-Ads, gesponserte Themenfolgen, Gespräche mit einem Vertreter des Werbepartners oder Rubriken, die von einer Marke präsentiert werden. Der Reiz für Werbekunden liegt in der Glaubwürdigkeit des Hosts und in der Aufmerksamkeit der Hörer.
Gerade weil die Grenze zum Inhalt fließend ist, gilt eine strenge Kennzeichnungspflicht: Hörer müssen erkennen können, dass es sich um Werbung handelt, und zwar an der Stelle, an der sie ausgespielt wird, nicht nur in den Shownotes. Der Medienstaatsvertrag und das Wettbewerbsrecht schreiben das vor. Redaktionelle Unabhängigkeit sollte vertraglich gesichert sein. Native Formate funktionieren am besten, wenn Produkt und Podcastthema zusammenpassen und der Host das Produkt tatsächlich kennt.
Beispiel aus der Praxis
Ein Podcast über Homeoffice-Organisation produziert eine gesponserte Folge mit dem Produktmanager eines Software-Anbieters. Die Folge wird zu Beginn als „Werbung“ angekündigt, im Titel gekennzeichnet und behandelt trotzdem ein Thema, das die Hörer interessiert.
Tipp
Kennzeichnen Sie native Werbung hörbar am Anfang des Beitrags und schriftlich im Titel oder in der Beschreibung, dann sind Sie auf der sicheren Seite.
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