Erklärung
Beim Branded Podcast tritt ein Unternehmen nicht als Werbekunde in einem fremden Format auf, sondern betreibt das Format selbst. Die Marke ist Absender, der Inhalt richtet sich aber nach den Interessen der Hörer und nicht nach der Produktliste. Typisch sind Gespräche mit Fachleuten, Geschichten aus der Branche oder Ratgeberthemen, die zum Geschäftsfeld passen.
Der Begriff überschneidet sich mit Corporate Podcast und Unternehmenspodcast; Branded Podcast betont stärker den Markenaufbau nach außen. Ziele sind Bekanntheit, Vertrauen und Positionierung als Fachinstanz, seltener der direkte Verkauf. Da der Podcast von der Marke verantwortet wird, muss der Absender klar erkennbar sein, im Titel, im Cover oder in der Beschreibung. Erfolg wird an Reichweite, Hördauer, Anfragen und Sichtbarkeit gemessen, nicht an Werbeeinnahmen.
Beispiel aus der Praxis
Ein Hersteller von Küchengeräten betreibt einen Podcast über Kochen und Ernährung mit wechselnden Gästen aus der Gastronomie. Die Marke wird am Anfang genannt, die Folgen selbst drehen sich um Rezepte und Handwerk, nicht um Geräte.
Tipp
Legen Sie vor der ersten Folge fest, welche Frage der Podcast für Ihre Zielgruppe beantwortet, und halten Sie Produktnennungen bewusst knapp.
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