Erklärung
Rohes Videomaterial ist viel zu groß für die Übertragung ins Netz. Der Encoder verkleinert es mit einem Codec, meist H.264, auf eine festgelegte Bitrate und verpackt es zusammen mit dem Ton in ein Format, das der Server der Plattform versteht. Das passiert live und ohne merkliche Verzögerung.
Encoder gibt es als Software, etwa OBS Studio auf einem Rechner, und als Hardware. Videomischer wie der ATEM Mini Pro haben einen Encoder eingebaut und streamen direkt per Netzwerkkabel, ohne dass ein Computer beteiligt ist. Hardware-Encoder sind zuverlässiger, weil keine Updates, Treiber oder Programme dazwischenfunken; Software-Encoder sind flexibler bei Szenen, Overlays und mehreren Zielen. Die wichtigste Einstellung ist die Bitrate: zu hoch, und der Stream stockt, zu niedrig, und das Bild wird matschig. Auflösung, Bildrate und Tonqualität werden ebenfalls im Encoder festgelegt.
Beispiel aus der Praxis
Für einen Livestream ohne eigenen Laptop nutzt ein Unternehmen den Encoder im Videomischer des Studios. Serveradresse und Stream Key werden eingetragen, die Bitrate an die Verbindung angepasst, und der Stream läuft per Tastendruck.
Tipp
Machen Sie vor jedem Livestream einen Probestream von wenigen Minuten auf ein nicht gelistetes Ziel und prüfen Sie dort Bild, Ton und Ruckler.
Verwandte Begriffe
Passende Seite: Livestream-Studio