Erklärung
Der Double-Ender ist die Königsdisziplin des Remote Recordings. Das Gespräch läuft über eine beliebige Verbindung, etwa eine Videokonferenz, aber jede Seite zeichnet parallel ihre eigene Stimme mit dem eigenen Mikrofon auf: als WAV am Rechner, mit einem Feldrekorder oder mit einer App. Nach dem Gespräch schicken alle ihre Datei an die Person, die schneidet, und die Spuren werden synchronisiert.
Das Ergebnis klingt, als säßen alle im selben Studio, weil die Verbindungsqualität keine Rolle spielt. Aussetzer im Call sind in der lokalen Aufnahme nicht vorhanden. Der Aufwand liegt in der Disziplin: Jede Seite muss die Aufnahme starten, richtig einstellen und die Datei danach hochladen. Ein gemeinsames Klatschen zu Beginn hilft beim Synchronisieren. Moderne Remote-Dienste automatisieren den Double-Ender, indem sie im Browser lokal aufnehmen und die Dateien selbst einsammeln.
Beispiel aus der Praxis
Zwei Co-Hosts in Bremen und Hamburg nehmen wöchentlich per Videocall auf. Beide starten vor dem Gespräch ihre lokale Aufnahme, klatschen einmal gemeinsam und laden die WAV-Dateien anschließend in einen geteilten Ordner.
Tipp
Vereinbaren Sie ein festes Ritual: Aufnahme starten, dreimal klatschen, dann erst begrüßen. So vergisst niemand die lokale Aufnahme und die Synchronisation ist einfach.