Erklärung
Als A-Roll gilt das Hauptmaterial, im Podcast also die Kameras auf die sprechenden Personen. B-Roll ist alles, was zusätzlich gedreht wird: Nahaufnahmen der Hände, das Mikrofon, der Raum, ein Produkt, Fotos oder Grafiken zum Thema. Diese Bilder werden im Schnitt über die Tonspur gelegt, während das Gespräch weiterläuft.
B-Roll erfüllt zwei Aufgaben. Erstens verdeckt es Schnitte: Wenn ein Satz aus der Mitte des Gesprächs entfernt wurde, springt das Bild; liegt an dieser Stelle B-Roll, fällt der Sprung nicht auf. Zweitens bringt es Abwechslung in ein Format, das sonst aus zwei redenden Menschen besteht. Für Video-Podcasts genügen einige kurze Einstellungen, die vor oder nach der Aufnahme mit derselben Kamera gedreht werden: das Studio, die Personen beim Ankommen, Details am Tisch. Auch Screenshots und Bildschirmaufnahmen zählen als B-Roll.
Beispiel aus der Praxis
Ein Gast spricht über sein neues Buch. Im Schnitt wird für zehn Sekunden das Cover eingeblendet, während er weiterspricht. Gleichzeitig kaschiert die Einblendung eine Kürzung, bei der ein Versprecher entfernt wurde.
Tipp
Drehen Sie nach jeder Aufnahme drei Minuten B-Roll: Mikrofone, Hände, Raum, Lachen. Es kostet kaum Zeit und rettet später jeden harten Schnitt.
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