Erklärung
Talking Head bezeichnet die einfachste und häufigste Einstellung im Videojournalismus: Eine Person, meist vom Brustkorb aufwärts, spricht in die Kamera oder zu einem Gesprächspartner außerhalb des Bilds. Der Begriff klingt abwertend, meint aber ein bewährtes Format, das Aufmerksamkeit auf das Gesicht und das Gesagte lenkt.
Beim Video-Podcast liefern die Einzelkameras auf jede Person genau diese Bilder. Damit sie gut aussehen, kommt es auf wenige Dinge an: Augen im oberen Drittel des Bilds, etwas Luft über dem Kopf, ein ruhiger Hintergrund mit Tiefe, weiches Licht von vorn und ein Mikrofon, das nicht das Gesicht verdeckt. Über längere Zeit wirkt ein einzelner Talking Head monoton; deshalb wechselt der Multicam-Schnitt zwischen Personen und Totale, und B-Roll bringt zusätzliche Bilder. Für Social-Media-Clips im Hochformat ist der Talking Head einer Person die Standardansicht.
Beispiel aus der Praxis
Aus einer einstündigen Folge werden drei kurze Clips für LinkedIn geschnitten. Jeder zeigt den Gast als Talking Head im Hochformat mit Untertiteln, weil so die Kernaussage auch ohne Ton verständlich bleibt.
Tipp
Schauen Sie beim Sprechen Ihr Gegenüber an, nicht die Kamera, außer bei der Begrüßung und Verabschiedung. Das wirkt natürlich und die Kamera fängt trotzdem das Gesicht ein.