Erklärung
Beim Video-Podcast wird das Gespräch nicht nur aufgenommen, sondern gefilmt. Meist stehen mehrere Kameras im Raum: eine Totale mit allen Personen und je eine Nahaufnahme pro Sprecher. Der Schnitt wechselt zwischen diesen Perspektiven, so dass die Folge auch als Video sehenswert bleibt. Die Audiospur wird parallel als klassischer Podcast über RSS-Feed und Podcast-Apps ausgeliefert.
Der Aufwand steigt gegenüber einer reinen Audioproduktion deutlich: Licht, Kameras, Hintergrund, Kleidung und Blickrichtung spielen plötzlich eine Rolle, und die Dateien sind um ein Vielfaches größer. Dafür erschließt das Video zusätzliche Reichweite auf YouTube und Spotify sowie kurze Ausschnitte für Social Media. Ob sich das lohnt, hängt vom Ziel ab: Für Sichtbarkeit von Personen und Marken ist Video heute fast Pflicht, für ein reines Fachformat für die Ohren nicht zwingend.
Beispiel aus der Praxis
Im Podcast Studio Bremen laufen drei 4K-Kameras, die automatisch auf die sprechende Person umschalten. Sie bekommen nach der Aufnahme sowohl die geschnittene Kamerasumme als auch die einzelnen Kameraspuren und die Tonspuren als Rohmaterial.
Tipp
Planen Sie von Anfang an, wo das Video laufen soll. Für YouTube brauchen Sie 16:9, für Reels und Shorts 9:16, und beides beeinflusst die Kameraeinstellung.
Verwandte Begriffe
Passende Seite: Video-Podcast-Studio