Erklärung
Der ROI beantwortet die Frage, ob sich ein Podcast rechnet. Auf der Kostenseite stehen die Kosten pro Folge multipliziert mit der Zahl der Folgen plus Einmalkosten. Auf der Nutzenseite stehen messbare Effekte: Aufträge, die auf den Podcast zurückgehen, eingesparte Recruiting-Kosten durch Bewerbungen, Werbe- und Sponsoringeinnahmen oder Mitgliedsbeiträge. Der ROI ist die Differenz aus Nutzen und Kosten, bezogen auf die Kosten.
Schwierig ist die Zuordnung: Viele Effekte eines Podcasts sind indirekt, etwa Vertrauen, Bekanntheit in der Branche oder kürzere Verkaufsgespräche, weil Kunden die Person schon kennen. Diese lassen sich nicht exakt beziffern, aber über Befragungen und Beobachtungen abschätzen. Sinnvoll ist, vor dem Start ein Ziel und eine Messmethode festzulegen und den ROI frühestens nach zwölf Monaten zu bewerten, weil Podcasts langsam wirken. Ein ROI ohne saubere Kostenerfassung ist wertlos.
Beispiel aus der Praxis
Ein Beratungsunternehmen erfasst über ein Jahr alle Anfragen, bei denen der Podcast als Kontaktweg genannt wurde, und stellt den daraus entstandenen Umsatz den Kosten für Studio, Schnitt, Distribution und Arbeitszeit gegenüber.
Tipp
Legen Sie vor der ersten Folge fest, welcher Nutzen gemessen wird und wie; nachträglich lässt sich ein ROI kaum noch belegen.
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