Glossar · Technik Audio

Dynamisches Mikrofon

Ein dynamisches Mikrofon wandelt Schall über eine Spule im Magnetfeld in Spannung um, braucht keinen Strom und blendet Raumgeräusche gut aus.

Erklärung

Ein dynamisches Mikrofon arbeitet nach dem Prinzip eines Lautsprechers, nur umgekehrt: Der Schall bewegt eine Membran, an der eine feine Spule hängt. Diese Spule schwingt in einem Magnetfeld und erzeugt dabei eine kleine Spannung. Es braucht dafür keine Batterie und keine Phantomspeisung.

Für Sprache im Podcast hat diese Bauart Vorteile: Dynamische Mikrofone sind unempfindlich gegenüber leisen Nebengeräuschen, sie verzeihen nicht perfekt behandelte Räume und vertragen laute Stimmen ohne Verzerrung. Ihr Ausgangssignal ist allerdings gering, weshalb sie einen Vorverstärker mit viel sauberem Gain benötigen. Bekannte Vertreter sind das Shure SM7B und das Rode PodMic. Wer in einem Büro, Wohnzimmer oder Besprechungsraum aufnimmt, ist mit einem dynamischen Mikrofon meist besser bedient als mit einem empfindlichen Kondensatormikrofon.

Beispiel aus der Praxis

Im Podcast Studio Bremen sind Shure SM7dB im Einsatz, also dynamische Mikrofone. Sie nehmen die Stimme der sprechenden Person nah und voll auf, während der Lüfter des Laptops oder eine zuklappende Tür kaum ins Signal gelangen.

Tipp

Sprechen Sie bei einem dynamischen Mikrofon aus etwa fünf bis zehn Zentimetern Abstand direkt hinein. Es lebt von der Nähe.

Verwandte Begriffe

Passende Seite: Ausstattung

Passend dazu

Anrufen Termin buchen WhatsApp