Erklärung
Ducking verbindet zwei Spuren miteinander: Die Sprachspur steuert die Lautstärke der Musikspur. Sobald gesprochen wird, sinkt die Musik um einen festgelegten Wert ab, in Pausen kommt sie zurück. So bleibt die Sprache immer verständlich, ohne dass für jede Passage von Hand Lautstärkekurven gezeichnet werden müssen.
Eingestellt werden die Stärke der Absenkung, oft um 10 bis 20 Dezibel, sowie die Zeiten, mit denen die Musik abtaucht und wieder auftaucht. Zu schnelle Zeiten wirken nervös und pumpend, zu langsame lassen die ersten Silben unter der Musik verschwinden. Ducking ist Standard bei Intro und Outro mit Musikbett, bei Werbeblöcken und in Erzählformaten mit durchlaufender Atmosphäre. Viele Schnittprogramme bieten die Funktion als Sidechain-Kompressor oder als eigenes Werkzeug an. Wer nur wenige Musikstellen hat, kann die Kurven auch manuell setzen, was oft musikalischer klingt.
Beispiel aus der Praxis
Unter der Vorstellung des Gastes läuft ein Musikbett. Per Ducking sinkt es bei jedem gesprochenen Satz um 15 Dezibel ab und schwillt in den kurzen Pausen leicht an, bis es zum Gesprächsbeginn ganz ausgeblendet wird.
Tipp
Stellen Sie die Rückkehrzeit der Musik auf etwa eine Sekunde. Dann atmet das Bett in Pausen leicht auf, ohne bei jedem Atemzug hochzuschnellen.