Erklärung
Beim Crossfade überlappen sich zwei Clips für einen kurzen Moment: Der erste wird leiser, der zweite gleichzeitig lauter. Dadurch entsteht ein weicher Übergang ohne Knacken, Loch oder abrupten Wechsel der Raumatmosphäre. Im Podcast wird er vor allem an Schnittstellen im Gespräch, beim Übergang vom Jingle zur Sprache und zwischen Musikbett und Gespräch genutzt.
Die Länge entscheidet über die Wirkung. An einem Sprachschnitt reichen wenige Millisekunden, um Knackser zu vermeiden, ohne dass die Überblendung hörbar wird. Bei Musik dürfen es mehrere Sekunden sein. Wichtig ist, dass der Schnittpunkt nicht mitten in einem Wort liegt und dass die Atmosphäre beider Seiten ähnlich ist; ein Crossfade zwischen zwei verschiedenen Räumen bleibt hörbar. Bei Video entspricht der Crossfade der weichen Blende zwischen zwei Bildern, die im Gesprächsformat sparsam eingesetzt wird, weil harte Schnitte dort natürlicher wirken.
Beispiel aus der Praxis
Ein Versprecher wird aus einem Satz entfernt. An der Schnittstelle liegt ein Crossfade von zehn Millisekunden, so dass die beiden Hälften ohne Knacken und ohne hörbaren Sprung zusammenlaufen.
Tipp
Setzen Sie an jeden Sprachschnitt einen sehr kurzen Crossfade und legen Sie den Schnitt in eine Atempause. Dann ist er auch mit Kopfhörern nicht zu hören.