Erklärung
XLR bezeichnet den runden Stecker mit drei Kontakten, der im Tonstudio, auf Bühnen und im Rundfunk Standard ist. Er überträgt ein symmetrisches Signal: Zwei Adern führen dasselbe Signal mit umgekehrter Polarität, Störungen auf dem Kabel werden am Eingang herausgerechnet. Deshalb sind auch lange XLR-Kabel weitgehend unempfindlich gegen Brummen und Einstreuungen.
Zusätzlich lässt sich über XLR die Phantomspeisung übertragen, die Kondensatormikrofone und aktive Mikrofone wie das SM7dB benötigen. Der Stecker rastet ein und kann nicht versehentlich herausrutschen. Im Podcast-Kontext ist XLR das Merkmal, an dem Sie ein professionelles Setup erkennen: Mikrofon per XLR, dann Interface oder Mischpult, dann Rechner. Im Gegensatz dazu bündeln USB-Mikrofone alles in einem Gehäuse, sind aber weniger flexibel.
Beispiel aus der Praxis
Ein Gast bringt sein eigenes XLR-Mikrofon ins Studio mit. Er steckt es an einen freien Eingang des Mischpults, die Phantomspeisung wird bei Bedarf aktiviert, und der Kanal ist in wenigen Minuten eingepegelt.
Tipp
Kaufen Sie XLR-Kabel nicht zu knapp, drei Meter sind ein guter Standard, und achten Sie auf Stecker mit Metallgehäuse, die halten am längsten.