Erklärung
Beim Streaming wird die Folge während des Hörens stückweise übertragen. Plattformen mit eigener Infrastruktur, vor allem Spotify und YouTube, zählen deshalb Streams beziehungsweise Starts und Abspielungen statt Downloads. Spotify weist zum Beispiel Starts (Folge wurde begonnen) und Streams (Folge wurde mindestens 60 Sekunden gehört) aus.
Für Podcaster bedeutet das: Die Reichweite verteilt sich auf mehrere Zählweisen. Der Hoster zählt Downloads nach IAB-Standard, Spotify zählt Streams, YouTube zählt Aufrufe und Wiedergabezeit. Diese Zahlen lassen sich nicht einfach addieren, weil ein Stream bei Spotify auch beim Hoster als Download erscheinen kann, wenn Spotify die Datei dort abruft. Sinnvoll ist, je Plattform die eigene Kennzahl zu betrachten und die Hoster-Zahl als Gesamtwert zu nutzen. Bei Streams lässt sich zusätzlich messen, wie weit gehört wurde.
Beispiel aus der Praxis
Eine Folge zeigt bei Spotify 800 Starts und 650 Streams, beim Hoster 1.500 Downloads. Die Differenz zwischen Starts und Streams zeigt, dass rund ein Fünftel der Hörer in der ersten Minute abgesprungen ist, ein Hinweis auf einen zu langen Einstieg.
Tipp
Führen Sie eine einfache Tabelle mit den Kennzahlen je Plattform und Folge, statt Zahlen aus verschiedenen Quellen zu addieren.
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