Erklärung
Der klassische Podcast-Feed stammt aus den Anfangsjahren des Mediums und kennt nur wenige Felder. Podcasting 2.0 ergänzt ihn um einen sogenannten Namespace mit zusätzlichen Tags. Dazu gehören Transkripte, Kapitelmarken als eigene Datei, Angaben zu beteiligten Personen, Verweise auf die Podcast-Website, Hinweise zu Unterstützungsmöglichkeiten und ein Mechanismus, mit dem ein Feed eindeutig identifiziert wird.
Ziel ist, dass Podcasts unabhängig von einzelnen Plattformen bleiben und Funktionen offen im Feed liegen, statt nur in einer App. Viele Hoster und Apps unterstützen die Erweiterungen inzwischen teilweise; die großen Verzeichnisse übernehmen einzelne Elemente wie Transkripte. Für Podcaster bedeutet das: Wer die Felder pflegt, liefert Transkripte und Kapitel an alle Apps, die sie anzeigen können, ohne zusätzliche Arbeit je Plattform.
Beispiel aus der Praxis
Ein Wissenschaftspodcast hinterlegt bei seinem Hoster zu jeder Folge ein Transkript und Kapitelmarken. Apps, die Podcasting 2.0 unterstützen, zeigen den Text mitlaufend an und lassen Hörer direkt zu einem Kapitel springen.
Tipp
Prüfen Sie, ob Ihr Hoster Transkripte und Kapitel im Feed ausliefert, und pflegen Sie beides von Anfang an, das erleichtert auch die Barrierefreiheit.
Verwandte Begriffe
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