Erklärung
Der Begriff ist im deutschsprachigen Podcast-Umfeld verbreitet und meist nicht abwertend gemeint. Laberpodcasts leben von der Chemie zwischen den Sprechenden, von Humor und davon, dass Hörer das Gefühl haben, mit Freunden am Tisch zu sitzen. Es gibt selten eine feste Struktur, die Folgen sind oft lang, und die Themen wechseln frei.
Das Format funktioniert, wenn die Personen unterhaltsam sind und ein Publikum finden, das genau diese Nähe sucht. Für Unternehmen und Fachpodcasts ist es meist ungeeignet, weil Hörer dort Struktur und Nutzen erwarten. Trotzdem lässt sich etwas lernen: Die lockere Gesprächsatmosphäre, in der Gäste ins Erzählen kommen, ist auch für Interview-Formate wertvoll. Wer ein Laberformat betreibt, sollte trotzdem auf Tonqualität achten, denn lange Folgen mit schlechtem Klang werden abgebrochen.
Beispiel aus der Praxis
Zwei Freunde aus Bremen nehmen wöchentlich zwei Stunden Gespräch über Fußball, Serien und Stadtleben auf. Sie buchen dafür einen Studio-Slot, weil der Klang mit zwei Broadcast-Mikrofonen deutlich besser ist als am Küchentisch.
Tipp
Auch im Laberpodcast hilft ein Zettel mit drei Stichpunkten, damit das Gespräch nach einer Abschweifung wieder einen Anker hat.
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