Erklärung
Beim Chroma-Key-Verfahren wird eine bestimmte Farbe aus dem Bild herausgerechnet. Grün hat sich durchgesetzt, weil es in Hauttönen kaum vorkommt und von Kamerasensoren gut erfasst wird. Die Person steht oder sitzt vor der grünen Fläche, die Software macht das Grün transparent und legt dahinter eine Grafik, ein Video oder eine virtuelle Umgebung.
Gute Ergebnisse brauchen Sorgfalt: Der Greenscreen muss faltenfrei und gleichmäßig ausgeleuchtet sein, die Person ausreichend Abstand halten, damit kein grünes Licht auf Haare und Schultern fällt, und Kleidung darf kein Grün enthalten. Feine Haare, Brillen und Bewegungsunschärfe sind die klassischen Problemzonen. Für Podcasts wird der Greenscreen selten eingesetzt, weil ein echtes, gut beleuchtetes Studio natürlicher wirkt. Sinnvoll ist er für Erklärformate, Livestreams mit eingeblendeten Inhalten und Produktionen, die verschiedene Hintergründe brauchen.
Beispiel aus der Praxis
Für einen Livestream möchte ein Unternehmen die Moderatorin vor der eigenen Präsentation zeigen. Sie sitzt vor einem Greenscreen, der Videomischer keyt das Grün heraus und legt die Folien dahinter.
Tipp
Beleuchten Sie Greenscreen und Person getrennt. Zwei flache Leuchten auf die Wand und das übliche Personenlicht davor ergeben den saubersten Key.