Erklärung
Color Grading umfasst zwei Stufen. Die Farbkorrektur gleicht technische Unterschiede aus: Belichtung, Weißabgleich und Kontrast werden so gesetzt, dass alle Kameras gleich aussehen und Hauttöne natürlich wirken. Darauf folgt das eigentliche Grading, das dem Bild einen bewussten Charakter gibt, etwa wärmer, kühler, kontrastreicher oder mit leicht entsättigten Farben.
Bei Multicam-Podcasts ist der erste Schritt der wichtigere: Springt das Bild zwischen einer gelblichen und einer bläulichen Kamera, fällt das jedem Zuschauer auf. Gleiche Kameramodelle, identische Einstellungen und ein gemeinsamer manueller Weißabgleich bei der Aufnahme verringern den Aufwand erheblich. Werkzeuge sind Farbräder, Kurven, Vektorskop und LUTs, also gespeicherte Farbtransformationen. Für Serienformate lohnt sich eine feste Vorlage, die auf jede Folge angewendet wird, damit der Look über die ganze Staffel gleich bleibt.
Beispiel aus der Praxis
Zwei Kameras zeigen denselben Gast, einmal mit rötlicher, einmal mit grünlicher Haut. Im Grading werden beide auf denselben Hautton gebracht, danach bekommt die ganze Folge einen leicht warmen Look, der zum Studio passt.
Tipp
Korrigieren Sie zuerst die Totale und passen Sie die Nahaufnahmen daran an. Dann wechselt das Bild im Schnitt ohne sichtbaren Farbsprung.
Verwandte Begriffe
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