Kurz gesagt
Ja, ein aktuelles Smartphone reicht für Notizen, Probefolgen und Aufnahmen unterwegs. Für eine gute Qualität brauchen Sie einen ruhigen Raum, einen Abstand von 10 bis 15 Zentimetern, Flugmodus und eine App, die unkomprimiert aufnimmt. Ein Ansteckmikrofon für 30 bis 80 € verbessert den Ton deutlich.
Ja, das geht, und für den Einstieg ist es besser, mit dem Handy zu starten als gar nicht. Die Mikrofone aktueller Smartphones sind brauchbar, sie sind nur nicht für Sprachaufnahmen aus Armlänge gebaut. Mit ein paar Regeln bekommen Sie eine Qualität, die für Probefolgen, Interviews unterwegs und Sprachnotizen ausreicht.
So klingt die Handy-Aufnahme besser
Suchen Sie einen kleinen Raum mit Teppich, Vorhängen oder Kleiderschrank, kein Badezimmer und keine leere Küche. Legen Sie das Handy auf ein Kissen oder einen Ständer in 10 bis 15 Zentimetern Abstand zum Mund, leicht seitlich, damit Plopplaute nicht direkt treffen. Halten Sie es nicht in der Hand, jede Bewegung ist hörbar. Schalten Sie den Flugmodus ein, damit keine Benachrichtigungen die Aufnahme unterbrechen.
Nutzen Sie eine App, die in WAV oder mindestens in hoher Bitrate aufnimmt, statt der Standard-Sprachmemo mit starker Kompression. Machen Sie eine Probeaufnahme von 30 Sekunden und hören Sie sie mit Kopfhörern ab, bevor das Interview beginnt.
Der größte Sprung: ein Ansteckmikrofon
Ein Lavalier-Mikrofon mit Kabel oder Funk für 30 bis 80 € bringt die deutlichste Verbesserung, weil es nah an der Stimme sitzt und der Raum in den Hintergrund tritt. Für Interviews mit zwei Personen gibt es Funk-Sets mit zwei Sendern. Damit lassen sich auch Gespräche auf Messen oder in Betrieben aufnehmen.
Die Grenze der Handy-Aufnahme ist der Video-Podcast mit zwei Personen und mehreren Perspektiven. Dafür brauchen Sie Kameras, Licht und einen Raum, der gut aussieht. Das Podcast Studio Bremen bietet genau das für 75 € pro Stunde zzgl. MwSt. (89,25 € brutto). Viele Kunden nutzen das Handy für spontane Folgen und das Studio für Interviews und Video.