Kurz gesagt
Ein komplettes Wort-für-Wort-Skript brauchen Sie nicht, es macht die meisten Podcasts steif. Sinnvoll ist ein Ablaufplan: ein ausformuliertes Intro und Outro, fünf bis acht Stichpunkte oder Fragen für den Hauptteil und ein Ziel für das Ende der Folge. Das passt auf eine Seite.
Ein vollständiges Skript ist bei den meisten Podcasts kontraproduktiv. Vorgelesener Text klingt vorgelesen, und Hörer merken das sofort. Was Sie brauchen, ist ein Ablaufplan auf einer Seite: Er gibt Sicherheit, ohne die Natürlichkeit zu nehmen.
Was auf den Ablaufplan gehört
Erstens: Intro und Outro ausformuliert. Diese zwei bis vier Sätze wiederholen sich in jeder Folge und sollen sitzen, inklusive Name, Thema und der Bitte, den Podcast zu abonnieren. Zweitens: Fünf bis acht Stichpunkte oder Fragen für den Hauptteil, in sinnvoller Reihenfolge. Drittens: Der eine Gedanke, den Hörer am Ende mitnehmen sollen. Viertens: Zahlen, Namen und Zitate, die Sie korrekt wiedergeben müssen.
Bei Interviews schicken Sie dem Gast die Themen vorab, aber nicht die genauen Fragen. So kann er sich vorbereiten, antwortet aber spontan. Die beste Frage ist oft die Nachfrage, die nicht auf dem Zettel stand.
Wann ein Skript doch sinnvoll ist
Solo-Formate mit Wissensvermittlung, erklärende Corporate Podcasts und Trailer profitieren von einem ausgearbeiteten Text, weil jede Sekunde zählt. Schreiben Sie dann so, wie Sie sprechen: kurze Sätze, keine Schachtelkonstruktionen, und lesen Sie den Text mehrmals laut, bevor Sie aufnehmen. Vorlagen für Ablaufpläne, Gästebriefings und Intros finden Sie auf der Vorlagenseite.
Im Studio ist der Ablaufplan Ihr wichtigstes Mitbringsel. Legen Sie ihn neben das Mikrofon oder auf ein Tablet, Papier ist in Ordnung, solange Sie nicht damit rascheln. Da im Podcast Studio Bremen die Technik per Knopfdruck läuft und niemand im Raum sitzt, können Sie sich ganz auf den Plan und Ihren Gast konzentrieren.